Königlicher Lohn

So, endlich mal wieder Neues aus der Wunderwelt der Selbstständigkeit!

Ich hoffe, dass sich das bei König-Kunde bald mal rumspricht: Zeichnen, Illustrieren und Design sind Handwerke. Wer also in diesem Bereich einen Job erledigt haben möchte und zu diesem Zweck jemanden kontaktiert, der die entsprechenden Skills mitbringt, der sollte auch bereit sein, den entsprechenden Preis dafür zu zahlen. Bei keinem anderen Dienstleister käme doch jemand auf die Idee, dass einfach mal für umme gearbeitet wird.

Leander hat das Thema in seinem Blog letzte Woche schon angesprochen. Und da es mir aus der Seele spricht geb ich da auch noch meinen Senf dazu. In diesem Comic ist übrigens ein Filmzitat versteckt. Wer es findet darf es behalten.

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19 Antworten zu Königlicher Lohn

  1. DS_Nadine schreibt:

    Immer wieder schön. ^_^

  2. Cryphos schreibt:

    Immerhin ein warmer Händedruck.
    Den Rest verkneife ich mir – nicht umsonst habe ich jetzt schon 5 Kommentare geschrieben und doch wieder nicht abgeschickt.

  3. Leander schreibt:

    So wahr und so gut 🙂 Sehr treffend das ganze.

  4. Michael schreibt:

    Ich denke, es ist schwer den Preis zu verstehen, wenn man nicht ganz genau überlegt, was ein Zeichner / Grafiker / Webdesigner / usw. macht.
    Einen königlichen, warmen Händedruck! 🙂 Das gebe ich mal der Person welche unsere Flyer für den Verein entwirft.

  5. ladidaladida schreibt:

    Sind Menschen echt so blöd? Wahrscheinlich kenne ich zu viele Graphiker, Zeichner, Illustratoren, als dass ich auf die Idee kommen würde sie nicht anständig zu bezahlen.

    • deMichl schreibt:

      Du machst dir keine Vorstellung! 😕

      • ladidaladida schreibt:

        Das sind wahrscheinlich dieselben Leute, die meinen, man würde mit ´nem geisteswissenschaftlichen Abschluss beim Aldi in der Kasse landet.
        Oder die, die meinen, dass Zweisprachigkeit einem einfach so die Fähigkeit gibt aus dem Stehgreif was zu übersetzten. Ich brauch ´ne Stunde, um eine Seite zu übersetzten, da darf ich doch wohl für diese Stunde einen angemessenen Lohn erwarten?

        Vielleicht sollte man den Leuten einfach vorrechnen, wie lange es dauert, so ein Werbelogo zu entwerfen? Oder mit meiner damaligen Mitbewohnerin die Woche vor einem Einreicheteremin für einen Zeichenwettbewerb verbringen. Das ist Arbeit, was die da leisten! Nix da mit Absinth und plötzlichem Musenkuss!

        • deMichl schreibt:

          Das Problem ist meiner Meinung nach in dieser Branche, dass die Leute häufig denken: „Das ist doch Hobby! Das macht doch Spaß! Wieso sollte man dann noch teuer Geld verlangen?“

          • ladidaladida schreibt:

            Dann seit Ihr zumindest besser dran, als wir. Bei uns ist nicht nur die Einstellung von drausen:
            „Was Spaß macht, ist ein Hobby und somit ist Eure Studium/ Eure Doktorarbeit ein Hobby und deswegen braucht Ihr nicht bezahlt werden.“
            sondern auch von drinnen:
            Der echte Akademiker in Deutschland opfert sich für die Forschung. Solange Akademiker es für selbstverständlich ansehen werden ihre Doktorarbeit selber zu finanzieren, solange wird wird der Staat auch nicht anständig die Hochschullandschaft finanzieren. Wozu? Es findet sich immer ein Idiot, der für die 60Euro/ Monat einen Kurs hält.

            Es ist auf jeden Fall sehr interessant zu sehen, dass in Deutschland auch in anderen Branchen/ gegenüber anderen Branchen die Einstellung besteht: Arbeit, die Spaß macht, ist ein Hobby und muss somit nicht anständig entlohnt werden.

          • Cryphos schreibt:

            Vergiss das Branchendenken, bitte, denn in meinen Augen ist das zu kurz gedacht.
            Eine Grafik, der Quellcode einer Webseite, Software, Prozessdesign, eine Doktorarbeit etc. sind nicht Handwerk sondern primär Wissensarbeit und damit immaterielle Güter. Die meisten Menschen sind zu blöd oder zu faul um zu verstehen, wie schwer Wissensarbeit ist und wieviel Vorarbeit nötig ist um diesen Job gut zu machen. Deshalb können Sie das auch nicht bewerten und werten das ab.

            Nehmen wir deinen Job. Zeichnen an sich ist nicht schwer. Dazu braucht man einen Stift und etwas Papier, das kann jeder halbwegs normale Mensch. Aber durch Talent, Fleiß, Übung (und damit auch Erfahrung), Studium verschiedener Techniken wird aus einem Gekrakel ein Kunstwerk. Daraus folgt, erst durch jahrelanges Arbeiten kann man seinen Job wirklich und wird damit zu einer Fachkraft. Genauso ist es in anderen Branchen.
            Nur, der Kunde sieht die Arbeit nicht. Da steht kein Auto aus Stahl oder ein komplexer Computer sondern da liegt eine Zeichnung, einige tausend Zeilen Code, eine Diagramm, eine Doktorarbeit oder sonst was.

            Anderes Beispiel: Der liebe zu Gutenberg. Als dessen Beschiss raus kam, sagten sehr viele Menschen, das sei doch nicht so schlimm, wenn man da ein bischen abschreibe, man solle doch kein Geschiss daum machen.
            Was aber tatsächlich passiert war ist folgendes: Der Gutenberg hat das vollgetankte Auto des Nachbarn geklaut, ist damit durch die gegend Gefahren um seine Besorgungen zu erledigen und hat dann das Auto mit leerem Tank wieder hingestellt, inklusive ein paar Kratzern im Lack und einigen dellen in der karosse. Und weil es so bviel Spass macht und man damit so viel spart, hat er das mit allen Autos im Viertel gemacht.
            vollevollen tan

            • ladidaladida schreibt:

              Das hast Du sehr gut auf den Punkt gebracht. Es geht um materielle und immaterielle Güter. Danke für diesen Denkansatz!

              • Anja schreibt:

                Ich denke es kommt auch noch der Aspekt der (zumindest in den Köpfen der Allgemeinheit) „Hausarbeit“ dazu. Beamte liefern in der regel auch immaterielle „Güter“. Es herrscht vielleicht ein gewisses Unverständnis für die Höhe der Bezahlung von Beamten, aber Niemand würde auf die Idee kommen sie umsonst arbeiten lassen zu wollen, da sie ja den ganzen Tag im Büro sitzen.
                Bei Grafikern, Autoren, Webdesignern und Programierern hat die Allgemeinheit allerdings ein anderes Bild im Kopf: Man sitzt zuhause und macht die Sachen mal eben „nebenbei“. Das man aber, ganz im Gegensatz zu diesem Bild, stattdessen eigentlich eher im „Büro“ lebt kommt in den Köpfen der Leute nicht an. Genausowenig der Fakt, dass wir Freiberufler keine gemütliche 40 Stunden Woche haben oder mal eben ein paar Stündchen pro Tag ein wenig vor uns hin arbeiten. Dass wir in Warheit auch schonmal 24 Stunden oder gar länger durcharbeiten, um Deadlines einzuhalten, nur eben fix eine Kleinigkeit nebenbei essen, anstatt eine ausgiebige Mittagspause zu machen sieht leider keiner, daher fehlt hier auch das Verständnis.

                • Herlekin schreibt:

                  Das Thema Freiberufler ist nur eine Facette des Ganzen. Ich z.B. arbeite festangestellt im IT-Management. Sitze aber bereits seit ich 4 bin an Computern und spiel(t)e daran rum (nicht Computerspiele, sondern Erwerb von IT-Fachwissen auf spielende Weise als Hobby). Dadurch bin ich ein Spezialist für komplexe IT-Architekturen und Prozessdesign in SW geworden. Dahinter stecken also insgesamt 28 Jahre meines Lebens, in der ich sehr viel (Frei-)zeit investierte um einen geilen Job zu bekommen. Mein Stundenlohn als Freiberufler läge so ca. bei 200€ die Stunde (hätte ich auch die entsprechenden SAP-Zertifikate wären es so um die 400). In dem Job habe ich für Frau und Kind leider sehr wenig Zeit. Somit sind mir die 2 Stunden am Tag, an denen ich die beiden erleben darf und die Wochenenden mit den beiden heilig. Trotzdem meint alle Welt, nur weil ich IT studiert habe hätte ich Lust und Zeit ihre drecks Billig-PCs, die sie meist eh nur zum Zocken benutzen zu reparieren. Oder wenn man mal im Excel nicht weiter weiss ruft man halt an und vertelefoniert 2h statt 30min in einem Buch nachzulesen wie es geht.
                  Auch hier will man Leistung für umme abgreifen – zerstört die wenigen freien Stunden mit meiner wunderbaren Familie und wird unverschämt wenn man den „Freundschaftsdienst“ ablehnt.

  6. Ratek schreibt:

    Ich könnte nun ein bisschen was aus meiner Selbständigen Zeit erzählen und auf Dinge wie 5jähirge-Stornohaftung, Inkassoaufträge und miese Zahlungsmoral, etc. eingehen… was ich mir jedoch geflissentlich verkneife 😉

    P.S. Ich hab das Zitat nicht bemerkt 😦

  7. freeportsti schreibt:

    Da gibt’s leider nur eines was man machen kann: Job nicht annehmen. Gute Arbeit kostet gutes Geld. Punkt. Wer das nicht versteht, der kriegt eben keine gute Arbeit.
    Ich habe als Texter und Journalist jeden Tag mit dem Argument „schreiben kann doch jeder“ zu kämpfen.
    Ich könnte auch eine ganze Reihe an Geschichten erzählen, was die Zahlungsmoral angeht. Allerdings muss ich sagen, dass die meisten Kunden – macht man ihnen vorher klar, was das Ganze kosten wird – keine Probleme machen. Idioten, bzw. gierige Säcke gibt es allerdings immer und überall.

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