Integrationshilfe

500_IntegrationshilfeDa bricht sich mal wieder hilfloser Aktionismus bahn. Die Umbenennung von „St.Martin“ ist meiner Meinung nach eine echte Schnappsidee und hilft absolut niemandem. Ich bin zwar der Kirche gegenüber auch mehr als skeptisch, aber der Grundgedanke der Nächstenliebe hinter dem St. Martinsfest ist ja erst mal nicht verkehrt, welcher dann früher oder später auch in Vergessenheit geraten würde. Denn unter dem Motto der Nächstenliebe kann auch der Andersgläubige an diesem Fest mitfeiern und Laternchen basteln – christlicher Ursprung hin oder her. Es gibt weiß Gott (oder Alah, oder Shiva oder der große Watumba) andere Dinge in Deutschland die man ändern müsste um Migranten das Leben hier zu erleichtern.
Erfreulicherweise wurden diese Anträge zur Namensänderung in den allermeisten Fällen abgelehnt, und zwar nicht zuletzt von muslimischen Mitbürgern, die das Ganze für ebenso sinnlos halten wie ich. 🙂

Kommen wir nun zu etwas völlig anderem – nämlich zur Auflösung meines „500-Comics-Jubiläums-Halloween-Gewinnspiels“. Ich bemerke mal wieder, dass ich es euch mal wieder viel zu leicht gemacht habe, denn so gut wie alle Mitspieler hatten die richtige Antwort. Ich muss mir künftig echt mal wieder härtere Nüsse ausdenken. 😉
Wenn ich allerdings nach den „Namen“ der einzelnen Figuren gefragt hätte, wäre die Sache deutlich anders ausgegangen. (Ursprünglich hatte ich das vor, wollte aber nicht dass die Nicht-Horrorfilmgucker leer ausgehen.)
Hier also die Auflösung inklusive Namen der Figuren, für alle, die versucht haben die Charaktere zu spezifizieren:Halloween2015_Gewinnspiel_LösungGratulation an alle, die mir die richtige Antwort geschickt haben. Die Gewinner wurden ausgelost und werden von mir per Mail benachrichtigt! Danke für’s Mitspielen und bis zum nächsten Gewinnspiel!

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9 Antworten zu Integrationshilfe

  1. puzzleblume schreibt:

    Ja- ein. Es gibt größere Probleme, aber es ist ein kleiner Beitrag, das Teilnehmen an solchen einheimischen Veranstaltungen zu erleichtern.
    Die religiöse Blockade sollte man nicht unterschätzen, die verhindern könnte, dass Eltern ihre Kinder dort mitgehen lassen.

    Als Norddeutsche weiss ich, dass „wir“ hier oben traditionell während meiner Kindheit – und durch Erzählen auch , dass es in der Kindheit meiner Mutter gnauso neutral war – kein religiöses Brimborium ums Laternegehen hatten.
    Wir sind einfach im November an dunklen Abenden mit Laternen herungegangen,einfach Rabimmerabammelrabumm, mehrmals privat mit Freunden, zum einfachen Herumfunzeln und einmal mit dem Spielmannszug vom Schützenfest als kleines Stadtereignis, aber alles ganz ohne Martinssage – Evangelen eben. Ich wußte noch nicht mal etwas von „Martin“ und so.

    Aber ich habe Jahrzehnte in Bayern und Österreich gelebt und noch dazu mit kleinen Kindern: da wehr der Wind ganz anders um die Laternen, da ist es ein christlicher Festakt der Heiligenverehrung, zu dem den Kinder wieder und wieder die Legende vom Hl. Martin serviert wurde, inklusive verkleidetem Mann in Bischofsornat. Im katholischen Süden ist das Martinsfest eine Veranstaltung mit religiösem Bildungsauftrag, keine Kinderparty!

    Wenn also die Flüchtlingsfamilien, die bei uns im Wendland seit einigen Wochen untergebracht sind, mit ihren Kindern nicht das Gefühl haben müssen, gegen die Regeln des Islam an einer christlich-religiösen Veranstaltung teilzunehmen, sondern an einem Laterne-Gehen für alle, dann ist das in meinen Augen ein kluger Weg, Berührungsängste auf beiden Seiten und auf der einfachst erreichbaren Ebene zu bewältigen.

    Politik wird nicht nur in Parlamenten gemacht, sie wird auch und sogar massgeblich auf der Strasse gelebt!

    • Leander schreibt:

      Ich bin ein sehr großer Kritiker der Kirche. Nicht getauft und pro „Nicht christliche Feiertage.
      Die Umbenennung von klar durch christliche Geschichten geprägten Feiertagen halte ich aber eher für eine Mogelpackung. Bin da immer etwas gespalten. Es bleibt ja ein christlicher Feiertag, und das ist ja an sich auch nichts schlimmes.
      Mal extrem gedacht:
      Wenn alle religiösen Feiertage Privatsache wären, und es nur staatliche Feiertage gäbe, mit den selben Freistellungsregeln, wie jetzt religiöse wäre es in meinen Augen sinnvoller. Es sind die Rituale der christlichen Feiertage die so viel Spass machen, und neue Feiertage wirken schnell „seelenlos“ und dienen „nur“ der Erholung von Arbeit. Gegen diese Rituale stinkt alles ab. Da müsste man fast schon einen humanistischen Demokraten-Ritus entwickeln um diese staatlichen Feiertage auch spannend zu machen 🙂
      Ich merke, ich könnte jetzt Stundenlang hier weiter schreiben. … ich hör besser auf. Muss noch arbeiten XD

      Danke für den Comic, Michl! Denke da wirst du noch viele andere spannende Kommentare bekommen. Und wenn ich Deine Leser richtig einschätze wird das auch spannend und nicht unangenehm zu lesen sein,
      Yeah, angenehme Kommentare im Internet (Selten und dafür um so schöner)

      • deMichl schreibt:

        Ich kann mir schon vorstellen, dass man als „Fremder“ etwas eingeschüchtert sein kann, wenn da ein erzkonservativer Priester sein Katholen-Brimborium abfeiert. Allerdings wird allein die Umbenennung des Festes daran nichts ändern.
        Viel mehr sollte man die Art und Weise wie das Fest gefeiert wird Außenstehenden zugänglicher und einladender machen anstatt es einfach nur umzuetikettieren. Aber das hieße, dass auch die Kirche mal ein AUge zudrücken müsste, aber das ist ja immer so eine Sache …

  2. New Number 2 schreibt:

    Thema St. Martin: Das wird in unserem Kindergarten noch ursprünglich gefeiert und alle Kinder singen vom „Guten Mann“ und nicht vom „gläubigen Christ“. Da machen auch die andersgläubigen mit, weil es um Teilen geht. Etwas, was in der heutigen Zeit nur noch mit facebook und twitter in Verbindung gebracht wird.

    Thema Gewinnspiel: Yeah! Alle aufgezählt, obwohl die bei mir anders hießen:
    1. Nadelköpfchen, 2. Tim Curry, 3. Maskenmann, 4. Rost-Ding, 5. Messergeist, 6. Hardy Krüger, 7. Ohngesicht, 8. L’Oreal-Girl. Aber wurscht! Keinen vergessen und das alleine zählt.

  3. gomes24 schreibt:

    Hat die Auslosung wieder HASE durchgeführt? 🙂

  4. pimalrquadrat schreibt:

    Wir können auch Weihnachten zu Saturnalienfest umdeklarieren, um keine Gefühle zu verletzen. Ich find den vorauseilenden Gehorsam, mit dem bestehende Traditionen – so wenig ich selbst mit Religion am Hut hab – einfach mal so über Bord geworfen werden, um ja bloß politisch korrekt zu werden, vollkommen widersinnig und daneben. Sieht man irgendwo auf der Welt einen Juden, der Chanukka umbenennt, weil sich davon sonst jemand ausgeschlossen fühlt? Oder einen Moslem, der den Ramadan umbenennt oder den vom Islam trennen will? Fehlanzeige. Nur wir machen uns zum Hampelmann. Zumal ja ausgerechnet St. Martin weniger ein Fest ist, an dem die Kirche im Mittelpunkt steht, sondern der Mensch, der anderen in einer Notlage hilft. Und der heißt eben nun einmal so. Niemand wird den Martin Luther King Day umbenennen, bloß weil an diesem Tag eines schwarzen Bürgerrechtlers gedacht wird, dieser aber nicht auch asiatische Bürgerrechtler mitbedenkt.
    Sorry, aber davon halte ich wirklich nichts. Und wer seine Kinder nicht beim Laternenzug mitlaufen lässt, bloß weil der vom „falschen Glauben“ organisiert wird, der hat andere Probleme. Da bin ich kategorisch.

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